Welches Land hat die meisten gesetzlichen Feiertage?
Kolumbien und die Philippinen führen mit je 18 gesetzlichen Feiertagen im Jahr 2026. Auf den nächsten Plätzen folgen Indien mit 17 sowie Chile und Japan mit je 16 landesweiten Feiertagen.
Daten · Internationaler Vergleich
Welches Land hat die meisten gesetzlichen Feiertage – und wie schneidet Deutschland ab? Die Grafik und die Rangliste vergleichen wichtige Länder des Jahres 2026 auf Basis landesweiter, gesetzlicher Feiertage.
Gezählt werden die landesweit geltenden gesetzlichen Feiertage des Jahres 2026. Regionale Feiertage sind ausgenommen, außer wo es keine nennenswerte nationale Regelung gibt.
Rangliste gesetzlicher Feiertage 2026 (landesweit).
| Rang | Land | Feiertage 2026 | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1. | Kolumbien | 18 | viele Feiertage sind per Gesetz auf den Montag verschoben |
| 1. | Philippinen | 18 | Kombination aus katholischen Traditionen und islamischen Festtagen |
| 3. | Indien | 17 | nationale Tage; Bundesstaaten fügen viele regional-religiöse Tage hinzu |
| 4. | Chile | 16 | starke katholische Tradition |
| 4. | Japan | 16 | viele Feiertage durch Gesetz auf den Montag gelegt |
| 6. | Südkorea | 15 | inklusive Ersatztagen für wichtige Feste |
| 6. | Thailand | 15 | religiöse Tage nach dem Mondkalender, teils beweglich |
| 6. | Rumänien | 15 | orthodoxe Festtage und staatliche Gedenktage |
| 9. | Lettland | 14 | kirchliche Feiertage samt Nationaltagen |
| 9. | Malta | 14 | höchstes Feiertagsniveau eines europäischen Landes |
| 10. | China | 13 | durch die staatliche Verschiebeplanung teils um Wochenendtage angepasst |
| 10. | Österreich | 13 | je nach Zählung 14, wenn Karfreitag für alle Arbeitnehmer einbezogen wird |
| 10. | Polen | 13 | seit 2025 inklusive Heiligabend als Feiertag |
| 10. | Tschechien | 13 | kirchliche Feiertage und Staatstage |
| 10. | Portugal | 13 | einschließlich Ostersonntag |
| 15. | Finnland | 12 | inklusive Johanni und Allerheiligen |
| 16. | USA | 11 | Federal Holidays; private Arbeitgeber müssen sie nicht bezahlen |
| 16. | Frankreich | 11 | inklusive Pfingstmontag |
| 16. | Italien | 11 | kirchliche Feiertage und Republiktag |
| 16. | Luxemburg | 11 | hohe Feiertagsdichte für die Größe des Landes |
| 16. | Singapur | 11 | multireligiöse Feiertagsliste |
| 16. | Neuseeland | 11 | seit 2024 mit dem neuen Matariki-Feiertag |
| 16. | Schweden | 11 | klassisches nordisches Kirchen- und Staatsjahr |
| 24. | Brasilien | 10 | im föderalen System kommen verschiedene Regionalfeiertage hinzu |
| 24. | Belgien | 10 | 20 Tage gesetzlicher Mindesturlaub ergänzen das Bild |
| 24. | Norwegen | 10 | kirchliche Tage plus Nationalfeiertag am 17. Mai |
| 24. | Irland | 10 | seit 2023 inklusive St.-Brigids-Tag |
| 28. | Kanada | 9–13 | je nach Provinz oder Territorium |
| 28. | Spanien | 9+ | neun gemeinsam geltende Feiertage, plus Regionalfeiertage der Autonomías |
| 28. | Dänemark | 9 | der Store-Bededag-Feiertag wurde 2024 gestrichen |
| 28. | Deutschland | 9 | bundesweit; je Bundesland 10 bis 13 gesamt |
| 31. | Großbritannien | 8 | England und Wales; Schottland 9, Nordirland 10 |
| 31. | Niederlande | 8 | kompakter nationaler Kalender |
| 31. | Australien | 8 | nationaler Standard; je Bundesstaat 10 bis 13 |
| 34. | Mexiko | 7 | niedrigste Zahl unter den großen Volkswirtschaften |
| 34. | Türkei | 7 | feste Nationalfeiertage; dazu neun religiöse, bewegliche Feiertage |
| – | Schweiz | 8–15 | auf Bundesebene nur der 1. August; je Kanton 8 bis 15 |
Gezählt werden die im gesamten Land geltenden, gesetzlichen Feiertage des Jahres 2026. Sonntage zählen nicht mit. Feiertage, die durch Gesetz auf einen Montag verschoben wurden, zählen einmal. Regional- oder Kantonsfeiertage sind ausgenommen – bei föderalen Ländern wie Kanada, Spanien und Australien wird die übliche Spanne je Region angegeben. Bei der Türkei bilden die sieben festen Nationalfeiertage die Zählbasis; die neun religiösen beweglichen Feiertagstage stehen im Hinweis. Bei gleicher Anzahl wird derselbe Rang vergeben.
Einordnung & Methodik
Mit je 18 gesetzlichen Feiertagen pro Jahr führt Kolumbien die Rangliste an – auf Augenhöhe mit den Philippinen. In Kolumbien sind viele Feiertage per Gesetz („Ley Emiliani“) auf den Montag verschoben; dadurch verteilt sich die hohe Zahl gleichmäßig über das Jahr, statt sich an Ostern und Weihnachten zu ballen. Die Philippinen kombinieren eine katholische Tradition mit islamischen und buddhistischen Festtagen. Am anderen Ende der Skala liegen Mexiko und die Türkei: Mexiko garantiert nur sieben landesweite Feiertage; die Türkei hat sieben feste Nationalfeiertage, dazu kommen neun religiöse, bewegliche Feiertagstage.
Auffällig ist der Zusammenhang mit religiöser und kultureller Vielfalt: Länder, in denen mehrere Weltreligionen nebeneinander bestehen (Philippinen, Indien, Thailand, Singapur), haben meist mehr Feiertage als konfessionell eher einheitliche Länder. Die Mondkalender der asiatischen und islamischen Tradition liefern zusätzliche bewegliche Termine wie chinesisches Neujahrsfest, Songkran oder das Fest des Fastenbrechens, die neben dem gregorianischen Kalender stehen.
Deutschland, die USA, Kanada, die Schweiz, Australien und Spanien sind Bundesstaaten oder stark dezentralisierte Staaten. Dort hängt die vor Ort tatsächlich geltende Feiertagszahl vom Kanton, Bundesstaat oder Bundesland ab. Die „landesweiten Feiertage“ in dieser Tabelle sind für diese Länder deshalb ein unterer Grenzwert. In Deutschland merkt man das sofort: bundesweit gelten neun Feiertage, mit Landesfeiertagen liegt die Zahl je Bundesland zwischen 10 und 13. Bayern erreicht mit 13 Feiertagen exakt das Niveau Österreichs.
Die Schweiz ist das stärkste Extrem: Auf Bundesebene gilt nur ein Feiertag, der 1. August. Auf Kantons- und Gemeindeebene stehen aber regelmäßig 8 bis 15 Feiertage im Kalender – abhängig von der konfessionellen Tradition des jeweiligen Kantons. In fast jedem Ranking, das nur „nationale Feiertage“ zählt, erscheint die Schweiz deshalb irreführend am Ende der Tabelle.
Mit neun bundesweiten Feiertagen liegt Deutschland zunächst im hinteren Drittel der erfassten Länder – deutlich hinter Österreich (13), aber vor Mexiko (7). Das Bild verschiebt sich, wenn man zwei Dinge einrechnet. Erstens: In katholisch geprägten Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland kommen drei bis vier zusätzliche Landesfeiertage hinzu; dort nähert sich die Gesamtzahl den internationalen Spitzenwerten an. Zweitens zählt die Summe von Feiertagen und Urlaubsanspruch. Deutschland garantiert 20 bezahlte Mindesturlaubstage, Österreich sogar 25 (plus 13 Feiertage) – die USA kennen als einzige große Industrienation keinen gesetzlichen Mindesturlaub, trotz elf Federal Holidays ist ihre Bilanz bezahlter freier Tage damit insgesamt die niedrigste der erfassten Länder.
Für die Teilzeitplanung in Deutschland gilt weiterhin: Nicht allein die Gesamtzahl der Feiertage entscheidet, sondern wie viele davon auf die eigenen regulären Arbeitstage fallen. Der Feiertagsrechner vergleicht für dein Bundesland und deinen Zeitraum alle festen Wochenmodelle und zeigt, welche Verteilung die meisten Feiertage auf Arbeitstage legt.
Die Tabelle zeigt den Stand November 2026 für das laufende Kalenderjahr. Gezählt wird einheitlich als landesweit geltender, gesetzlich festgelegter Feiertag: Regional- oder Kantonsfeiertage zählen nicht mit, außer wenn es keine nennenswerte nationale Regelung gibt (Schweiz). Observances ohne arbeitsrechtliche Wirkung sind ausgenommen; Ersatzfeiertage zählen dann, wenn sie per Gesetz als eigener freier Tag gelten. Als Vergleichsbasis dienen öffentliche Feiertagsregister wie die OpenHolidays API sowie amtliche Bekanntmachungen der einzelnen Staaten. Die Werte wurden sorgfältig gegeneinander geprüft, dennoch gilt: Gesetzesanpassungen, spätere Proklamationen oder Betriebsregeln können abweichende Ergebnisse liefern.
Anders als die Bundesland-Statistik zählt diese Übersicht keine Wochenend-Feiertage mit, weil der Wochentag eines Feiertags für den internationalen Vergleich kaum eine Rolle spielt. Die Wochenend-Verteilung der deutschen Bundesländer wird separat auf der Übersichtsseite im Detail ausgewertet.
Passend dazu: Wer in Deutschland Teilzeit arbeitet, gewinnt durch clevere feste Arbeitstage oft mehr freie Feiertage als durch die Wahl des Landes. Der Feiertagsrechner vergleicht alle Wochenmodelle – gratis und ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Kolumbien und die Philippinen führen mit je 18 gesetzlichen Feiertagen im Jahr 2026. Auf den nächsten Plätzen folgen Indien mit 17 sowie Chile und Japan mit je 16 landesweiten Feiertagen.
Neun Feiertage gelten in ganz Deutschland. Mit landesspezifischen Feiertagen liegt die Zahl je Bundesland zwischen 10 und 13 – im internationalen Vergleich eine solide bis gehobene mittlere Position, zumal mit 20 Tagen Mindesturlaub zum Feiertagskonto addiert wird.
Malta (14), Lettland (14), Österreich (13), Polen (13) und Tschechien (13) gehören zu den führenden Ländern Europas. Deutschland liegt mit 9 bundesweiten Feiertagen im unteren Bereich, kommt mit Landesfeiertagen aber auf 10 bis 13.
Es gibt keine einheitliche Zählmethode. Manche Listen zählen nur mit Lohn bezahlte freie Tage, andere beziehen Observances, Ersatztage, regionale Feiertage oder alle Tage eines mehrteiligen Festes ein. Deshalb sollte man bei einem Ranking immer prüfen, was gezählt wird.
Von Bundesebene her ja: Der 1. August ist der einzige national geregelte Feiertag. Auf Kantons- und Gemeindeebene kommen aber regelmäßig 8 bis 15 Feiertage hinzu, deshalb sieht der Alltag in der Schweiz deutlich besser aus als das Ranking suggeriert.